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| So., 04.10.2026, 9. Spieltag: | | RWE - SuS Langscheid/Enkhausen 2:1 (0:1) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Valton Kodra, Butterweck, Pack (46. Albrecht), R. Cakmakci, Cramer (82. Janzen), Ademaj (46. Aßhauer), Stoimenov, Nartikoev, Bender Tore: 1:1 (55.) Bender, 2:1 (95.) Nartikoev
| | | | So., 27.09.2026, 8. Spieltag: | | RSV Meinerzhagen - RWE 3:1 (1:0) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Valton Kodra, Valdrin Kodra (73. Pack), R. Cakmakci, Cramer (64. Aßhauer), Ademaj (53. Kraemer), Butterweck, Stoimenov, Nartikoev, Bender Tor: 2:1 (75.) Bender)
Als am Sonntag um 17.26 Uhr der Schlusspfiff im Stadion an der Oststraße ertönte, hätte ein flüchtiger Beobachter den Eindruck gewinnen können, die in Blau gekleidete Mannschaft habe verloren: Erschöpft sanken die Spieler des RSV Meinerzhagen auf den Kunstrasen hernieder. Doch war das mitnichten Ausdruck von Enttäuschung, sondern lediglich Indiz dafür, dass die Volmestädter ihr Herz auf dem Platz gelassen und wirklich alles reingeworfen hatten. Mit 3:1 (1:0) besiegte der gegenüber dem blutleeren Bödefeld-Gastspiel kaum wiederzuerkennende RSV Rot-Weiß Erlinghausen – und das verdientermaßen. „Heute hat die Einstellung gestimmt“, konstatierte Trainer Erkan Cihangir, dessen ohnehin schon nicht unbeträchtliche Ausfallliste sich vor Wochenfrist noch um den am Sprunggelenk verletzten Suto Suto erweitert hatte. Doch das Rumpfteam lieferte – die lediglich drei verfügbaren Feldspieler, die im Laufe der Partie von der Bank kamen, inklusive. Dieses Happy End hatte sich in den ersten 25 Minuten allerdings nicht unbedingt abgezeichnet. Da nämlich war es der Gast von der hessischen Grenze, der mehrfach am Führungstor schnupperte und bei mehr Konsequenz und Zielstrebigkeit in der „Box“ ohne Weiteres schon auf ein mutmaßlich vorentscheidendes 0:2 hätte stellen können. Unter anderem bewahrten Mike Wroblewskis Fußabwehr gegen Philip Cramer (19.) und Alexander Benders Lattentreffer aus kurzer Distanz (22.) die Meinerzhagener vor einem Rückstand. Was in der 31. Spielminute folgte, war in gewisser Weise eine Analogie des Langscheid-Heimspiels zwei Wochen zuvor: Mit einer seiner bis dahin dünn gesäten Offensivaktionen stellte der RSV auf 1:0. Initiator war Meinerzhagens Bester: Innenverteidiger Luca Niemiec, der sich an diesem Nachmittag eine glatte „Eins“ verdiente, stürmte mit dem Ball am Fuß nach vorn, und über Christopher Brock landete die Kugel bei David Brachman, der flach und platziert vollstreckte und seiner Mannschaft die zu diesem Zeitpunkt recht unverhoffte Führung bescherte. Für die Erlinghauser war dieses 1:0 ein Wirkungstreffer – und für den leidenschaftlich und mit Ausnahme der kritischen Situationen im ersten Drittel des Spiels auch erfolgreich verteidigenden RSV hatte es den Charakter einer Initialzündung. Fortan nämlich funktionierte das Spiel so, wie man es sich erhofft hatte: Aus einer kompakten Deckung heraus spielten die Blauen nach vorn – mal mit einem langen Ball gen Brachman, mal aber auch sauber und obendrein ansehnlich von hinten heraus. Zur Wahrheit gehört indes genauso, dass das Spielglück weiterhin mit den gastgebenden Südwestfalen war, denn den Schuss des halbrechts freigespielten Cramer kratzte Romeo Kovarszki gerade noch von der Torlinie (63.). 120 Sekunden später war das jedoch allen, die es mit dem RSV hielten, herzlich egal: Niemiec gewann einen seiner ungezählten Zweikämpfe und veredelte den Ballgewinn mit einem Diagonalpass auf Christopher Brock, der zum 2:0 einschoss. Gelesen war die Messe damit noch lange nicht, doch gegen drückende, immer wieder von Kapitän Malte Kriesche angetriebene Erlinghauser boten sich Meinerzhagen immer wieder Konterchancen. So auch in der 79. Minute, als der von Jason Klundt auf die Reise geschickte Fathi Temel den dritten RSV-Treffer an diesem Nachmittag besorgte. Dieser war vor allem deshalb so wichtig, weil der Gast vier Minuten vorher durch Bender den Anschluss hergestellt hatte. Und anders als gegen SuS Langscheid/Enkhausen avancierte die Partie diesmal nicht zum Zitterspiel. Denn weil sie im Kollektiv couragiert und engagiert verteidigte und darüber das Fußballspielen nicht vergaß, war die Mannschaft von Erkan Cihangir am Ende ihrem vierten Tor näher als Erlinghausen dem neuerlichen Anschluss. Dass ein 4:1 oder gar 5:1 eindeutig zu viel des Guten gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt. Zumindest aber haben sich die Meinerzhagener vor dem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SC Neheim am kommenden Sonntag ein beruhigendes Sieben-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz verschafft. (www.come-on.de, 28.09.2026)
| | | | So., 20.09.2026, 7. Spieltag: | | RWE _ FC Borussia Dröschede 5:2 (4:1) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Valton Kodra, Valdrin Kodra (64. Janzen), Albrecht, Cramer, Ademaj (64. Butterweck), Aßhauer, Stoimenov (70. Kraemer), Nartikoev, Bender (70. A. Cakmakci) Tore: 1:1/2:1/4:1 (18., FE/29./40.) Bender, 3:1 (35.) Ademaj, 5:2 (93.) Aßhauer
Selbst der frühe 0:1-Rückstand auf Grund eines Tores des Dröscheders Nikolas Friedberg (7.) schockierte RWE nicht. Alexander Bender traf in der 18. und in der 29. Minute zum 1:1 sowie zum 2:1 für die Gastgeber und durfte fast einen Hattrick bejubeln. Allerdings netzte Fatjon Ademaj in der 35. Minute ein, ehe Bender mit seinem dritten Tor das 4:1 erzielte (40.). Als Yannick Beringhoff für Dröschede zum 2:4 verkürzte (76.), hätte die Partie wieder spannend werden können – doch RWE wehrte sich erfolgreich und Karl Asshauer stellte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Endstand her. (Westfalenpost, 21.09.2026) | | | | Sa., 12.09.2026, 6. Spieltag: | | SpVg. Olpe - RWE 2:1 (1:1) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Kraemer (68. Cramer), Valton Kodra, Valdrin Kodra (57. Butterweck), Albrecht, Ademaj, Aßhauer, Stoimenov, Nartikoev, Bender Tor: 1:1 (9.) Ademaj
Deutlich mehr drin als von den meisten gedacht, war für RWE am Samstag auf dem Olper Kreuzberg. Nicht nur weil Jannik Buchen mit seinem zweiten Treffer erst in der Nachspielzeit den Sack für die Gastgeber zumachte. „Erlinghausen war der erwartet schwere Gegner“, lobte Olpes Trainer die Gäste aus dem HSK. Bitter aus Sicht der Berlinski-Elf war, dass Sven Nartikoev die große Chance zur Führung per Elfmeter vergab (23.). Fatjon Ademaj hatte in der munteren Anfangsphase Buchens erstes Tor (7.) postwendend ausgeglichen (9.). (Westfalenpost, 14.09.2026) | | | | So., 06.09.2026, 5. Spieltag: | | RWE - BSV Menden 4:0 (2:0) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Kraemer, Ahmet Cakmakci, Valdrin Kodra (76. Butterweck), Albrecht, Ademaj (65. Cramer), Aßhauer, Stoimenov, Nartikoev, Bender Tore: 1:0/2:0 (29./37.) Bender, 3:0 (69.) Nartikoev, 4:0 (88.) Cramer
Klare Sache in Erlinghausen. Den vier Treffern von Alexander Bender (29., 37.), Sven Nartikoev (69.) und Philip Cramer (88.) hatte der BSV Menden, der damit weiterhin sieglos bleibt (zwei Remis, drei Niederlagen) nichts entgegenzusetzen. „Wir haben völlig zu Recht verloren. Erlinghausen war die galligere, giftigere, mutigere Mannschaft und hat uns in allen Belangen den Schneid abgekauft“, gesteht BSV-Coach Ralf Schneider. „RWE kam leicht vor unser Tor, wir waren zudem technisch sehr unsauber und hatten keine einzige richtige Tormöglichkeit. Wir können am Ende sogar glücklich sein, dass es nur 0:4 ausgegangen ist“, sagt Schneider ehrlich. Auch wenn die Mendener Kicker ihr Potenzial an diesem Sonntag nicht auf den Platz bekamen, könne Schneider seinem Team aber keinen Vorwurf machen. „Das war einfach ein rabenschwarzer Tag, es hat nicht gereicht.“ Immerhin: „Zum Ende hin sind wir einen Tick besser geworden und ruhiger im Spielaufbau, waren aber nie wirklich gefährlich. Jetzt müssen wir uns erst mal schütteln.“ (Westfalenpost, 07.09.2026) | | | | So., 30.08.2026, 4. Spieltag: | | SV Westfalia Soest - RWE 7:0 (5:0) | | | Aufstellung: Tepper, Kriesche, Kraemer, Ahmet Cakmakci, Valdrin Kodra (46. Ademaj), Albrecht, Aßhauer, Stoimenov, Nartikoev, Cramer (66. Janzen), Bender
Christoph Rüther (10., 29., 51.), Mario Jurss (25.) und Alessandro Gutzeit (36., 44., 72.) trafen für die Gastgeber. „Das war eine absolut verdiente Niederlage. Wir waren auf jeder Position schlechter als der Gegner. Das Gute ist, dass wir jetzt, nachdem wir gegen die erste Top-Mannschaft der Liga gespielt haben, wissen, wo wir stehen“, sagte RWE-Trainer Daniel Berlinski, dem nur ein Mini-Kader zur Verfügung stand. (Westfalenpost, 31.08.2026) | | | | So., 23.08.2026, 3. Spieltag: | | RWE - TSV Weißtal 1:2 (0:1) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Kraemer, Valton Kodra, Ahmet Cakmakci (62. Valdrin Kodra), Albrecht, Ademaj (60. Aßhauer), Stoimenov, Nartikoev, Cramer (67. Pack, 86. Tepper), Bender Tor: 1:1 (50.) Bender Rote Karte: 33. Valton Kodra, 84. Sebsatian Mann
Mit 1:2 (0:1) musste sich unsere 1. Mannschaft dem TSV Weißtal geschlagen geben. Neben der bitteren Niederlage gab es auch noch zwei Rote Karten. Die erste kassierte Toni Kodra bereits in der 33. Minute nach einer vermeintlichen Notbremse. Den fälligen Freistoss verwandelte Gästespieler Philipp Sänger direkt zum 0:1. Das Tor stellte den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf, denn RWE war bis dahin in allen Belangen die klar bessere Mannschaft. Dies änderte sich auch in Unterzahl zunächst nicht. Die Berlinski-Elf blieb am am Drücker und drängte auf den Ausgleich. Ein Elferpfiff kurz vor der Pause blieb aus rot-weißer Sicht leider aus. Nur 5 Minuten nach dem Wiederanpfiff belohnte Alex Bender dann aber doch den engagierten Auftritt seiner Elf mit einem direkt verwandelten Freistoss und den überfälligen Ausgleich. In der Folge gestalteten die Gäste das Spiel ein wenig offener, auch weil bei RWE die Kräfte ein wenig nachließen. Dass Weißtal in Überzahl spielte, merkte man aber auch in der 2. Halbzeit zu keinem Zeitpunkt. RWE spielte weiter mutig nach vorn und drückte auf den Ausgleich. Der letzte Pass verfehlte aber zu oft das Ziel. So kam es, wie es kommen musste. In der 81. Minute konnten die Gäste nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld einen Konter erfolgreich zum 1:2 abschließen. 4 Minuten später sah unser Keeper Sebastian Mann zur Krönung des Tages nach einem Handspiel im Rahmen einer Rettungdaktion außerhalb des Strafraums die zweite Rote Karte. Aber auch mit 9 Mann hätte es fast noch zum Unentschieden gereicht, ein Schuss von Sven Nartikoev strich in der Nachspielzeit nur knapp am Pfosten vorbei. So blieb es letztlich beim 1:2 und einer mehr als unglücklichen Niederlage für unsere Mannschaft, die sich hoffentlich schon am nächsten Sonntag in Soest auch noch nachträglich für den heutigen Auftritt belohnt. (S.W.) | | | | So., 16.08.2026, 2. Spieltag: | | SV Schmallenberg/Fredeburg - RWE 1:1 (0:0) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Kraemer, Valton Kodra, Ahmet Cakmakci, Albrecht, Aßhauer (66. Pack), Ademaj (78. Janzen), Stoimenov, Nartikoev, Cramer Tor: 0:1 (56.) Albrecht
Nach dem 1:1 (0:0) waren sich in der Schmallenberger Knappstein-Arena am Wormbacher Berg in einer Frage eigentlich alle einig: Das Resultate passte zum Spiel. Bei der Pressekonferenz, die der SV Schmallenberg/Fredeburg zum ersten Mal nach einem Heimspiel im Vereinsheim durchführte, lohnte es sich deshalb natürlich, auch mal auf jene Aussagen zu achten, die es über die Einordnung des Ergebnisses am Sonntagnachmittag hinaus so gab. Der Trainer der Gäste – und das war in Schmallenberg noch einmal „Co“ Benedikt Müller, der Rot-Weiß Erlinghausens rotgesperrten Cheftrainer Daniel Berlinski vertrat – adelte auf gewisse Weise den Gegner: „Das schwerste Auswärtsspiel der Saison hatten wir schon am zweiten Spieltag“, erklärte der 39-Jährige. Obwohl es nicht gelungen war, den Auftaktsieg gegen Sundern mit einem weiteren „Dreier“ zu „vergolden“, waren die Rot-Weißen zufrieden. „Wir haben vier Punkte und zwei Derbys schon gespielt.“ Es war tatsächlich ein richtiges Derby, nicht so hitzig wie in der Vorsaison an gleicher Stelle, aber das Schiedsrichter-Trio konnte schon ein Lied davon singen, beispielsweise wenn es auf den Rängen laut wurde. Eine heikle Abseitsentscheidung gegen Adrian Pack in der 94. Minute sorgte für heftigen Unmut bei den mitgereisten RWE-Anhängern. Wenige Minuten zuvor hatte Schmallenberg/Fredeburgs Niklas Stemmer Gegenspieler Valentino Janzen heftig abgeräumt. Für Stemmer ging es danach nicht weiter, Janzen hingegen musste auf die Zähne beißen. „Wild! Ganz, ganz wild!“, sagte Müller angesichts dieser Szene, meinte damit aber das ganze Spiel. Vieles, das für Torgefahr sorgte, war auf beiden Seiten eher zufällig zustande gekommen. Merso Mersovski erinnerte an die dicke Chance, die sein SV Schmallenberg/Fredeburg in der Nachspielzeit ausgelassen hatte, als Carlos Schöllmann nach schönem Diagonalball von Alessio Schmidt aus aussichtsreicher Position vergab. „Wir haben oft die falsche Entscheidung getroffen“, erklärte Mersovski vor allem mit Blick auf die sehr zerfahrene erste Halbzeit. „Da hatten wir uns viel mehr vorgenommen. Wir wollten an das gute Spiel in Bödefeld anknüpfen und viel unkomplizierter vorgehen.“ Unkompliziert hingegen war im HSK-Klassiker so ziemlich gar nichts. Beide Teams agierten viel mit hohen Bällen, spielten sehr ungeduldig und verloren demnach die Kugel immer wieder schnell an den Gegner. Am kompliziertesten war dann eine Szene nach 50 Minuten: Nach einem Zweikampf zwischen RWE-Keeper Sebastian Mann und Kevin Lüttecke ertönte erst der vermeintliche Elfmeterpfiff zu Gunsten des SV Schmallenberg/Fredeburg, der einige Sekunden später aber schon wieder zurückgenommen wurde. Warum genau, das behielt Schiedsrichter Kilian Lemmer für sich. Der Presse könne keine Auskunft erteilt werden, lautete der knappe Kommentar auf dem Weg in die Kabinen. Tim Albrecht war gesprächiger, er hatte das 1:0 für die Gäste aus der zweiten Reihe per trockenem Rechtsschuss erzielt (56. Minute). Fast im direkten Gegenzug blieb aber Schmallenbergs-Kapitän Mirko Piechaczek vor dem Tor stabil und verwandelte einen langen Ball in die Spitze zum 1:1 für die Hausherren (58.). „Scheinbar waren wir da nicht ganz wach“, sagte Erlinghausens Neuzugang. „Da war das Spiel offen“, erklärte der Mittelfeldmann weiter. Dass es eine gerechte Punkteteilung war, befand aber auch er. „Es war ein 50-50-Spiel“, so Albrecht, hatte den Gegner „in den ersten 20 bis 30 Minuten als klar bessere Mannschaft“ gesehen. Dass er jetzt schon zwei Hochsauerlandkreis-Derbys zum Auftakt spielen konnte, machte dem 26-Jährigen aber „richtig Bock“. Und so geht es auch weiter, allerdings nicht für RWE (Heimspiel gegen Weißtal), sondern für Schmallenberg/Fredeburg. Dass er vor dem Aufeinandertreffen mit dem SC Neheim genau so viele Zähler hat wie der Topfavorit der Liga, gefiel Mersovski sichtlich. „Anscheinend kann man auch gegen Neheim Punkte holen“, sagte der 42-Jährige mit Blick auf das 1:1 des TuS Sundern gegen den SCN. „Wir werden keine elf weißen Flaggen aufstellen“, kündigte er für den nächsten Sauerland-Gipfel an. Sondern: „An unsere Grenze gehen.“ Kein Wunder, für sein Team heißt es ja wieder und wie bisher an jedem Wochenende: Es ist Derbyzeit! (Westfalenpost, 17.08.2026) | | | | So., 09.08.2026, 1. Speltag: | | RWE - TuS Sundern 3:1 (1:0) | | | Aufstellung: Mann, Kriesche, Kraemer, Valton Kodra, Ahmet Cakmakci, Albrecht, Aßhauer (82. Ademaj), Stoimenov, Janzen (63. Pack), Nartikoev, Cramer Tore: 1:0 (8.) Valton Kodra, 2:1 (85.) Nartikoev, 3:1 (92.) Stoimenov
Wenige Augenblicke vor dem Beginn der zweiten Halbzeit des Meisterschaftsspiels in der Fußball-Landesliga 2 zwischen RW Erlinghausen und dem TuS Sundern sah es aus, als kämpfte sich Fabio Granata mit letzter Kraft die Treppe hoch, die im Hans-Watzke-Stadion in Marsberg-Erlinghausen die etwas niedriger gelegenen Umkleidekabinen mit dem Kunstrasenplatz verbindet. „Ich musste mich in der Kabine so verausgaben“, sagte der TuS-Trainer – über seinen langsamen Gang schmunzelnd. Gut 45 Minuten später war ihm selbst der Galgenhumor vergangen. Mit 3:1 (1:0) gewannen die Rot-Weißen den Saisonauftakt. „Ich frage mich wirklich, warum ich immer wieder hier hinfahre“, grantelte Granata nach dem Schlusspfiff. Neben der wenig schmeichelhaften Bilanz seiner Elf im Hans-Watzke-Stadion verwies der Coach auf Verhaltensweisen der Gastgeber, die ihm nicht behagten. „Nach einer Führung wird sofort begonnen, Zeit von der Uhr zu nehmen. Und Schiedsrichterentscheidungen werden konsequent kommentiert“, sagte Granata, dessen größte Wut über die Niederlage allerdings auf seine Mannschaft niederprasselte. Im Mannschaftskreis nach dem Schlusspfiff listete Granata die Fehler seiner Spieler schonungslos auf, haderte besonders mit der komplett verschlafenen ersten Halbzeit seiner Elf. „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir mit 0:4 oder 0:5 zurückgelegen hätten“, erzählte der Trainer später, „uns passiert hier immer das Gleiche in der ersten Halbzeit.“ An dem mit 0:7 verlorenen Highlight-Spiel im Westfalenpokal gegen den Regionalligisten SF Siegen konnten die ersten 45 Minuten demnach nicht gelegen haben. Jedoch erwiesen sich die Gastgeber, bei denen der nach seiner Roten Karte im letzten Spiel der vergangenen Saison für zwei Matches gesperrte Trainer Daniel Berlinski lediglich auf der Tribüne saß, als Meister des Auslassens bester Torgelegenheiten. „Das war ein absolut einseitiges Spiel, nur unsere Chancenverwertung war mangelhaft“, sagte Berlinski einige Zeit nach dem Schlusspfiff. Einzig Valton Kodra traf bereits in der 8. Minute zur 1:0-Führung. Weil die Rot-Weißen, bei denen mit Adrian Pack und dem für den äußersten Notfall anwesenden, kranken Fatjon Ademaj nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung standen, auch direkt nach dem Seitenwechsel durch Philip Cramer und Aleksandar Stoimenov zwei Top-Chancen vergaben, passierte, was oft passiert. Einen Konter vollendete Arne Siewers in der 49. Minute zum 1:1-Ausgleich für die Gäste. Bei denen waren die verletzten Robin Bönner (mit Gehhilfen und eingegipsten rechten Fuß) und Hannes Grosch (mit einer Orthese am linken Knie) übrigens lediglich als Zuschauer mitgereist. „Das Spiel hätte kippen können“, gestand Berlinski, jedoch nutzte auch der TuS sich bietende Torchancen nicht konsequent. Das änderte sich bei RWE: Sven Nartikoev (85.) und Aleksandar Stoimenov (90.+2) trafen zum 2:1 und 3:1 und sicherten ihrer Mannschaft den Heimsieg. „Erlinghausen hat nicht gewonnen, weil die es so toll gemacht haben, sondern weil wir so schlecht waren“, sagte Fabio Granata. Daniel Berlinski hingegen erklärte: „Wir haben es in der ersten Halbzeit unnötig spannend gemacht, aber auf Grund der großen Anzahl an Torchancen ist das ein absolut verdienter Sieg.“ (Westfalenpost, 10.08.2026) | | | |